Trotzdem konnten sie auch dank eines starken Auftritts von Torhüter Philipp Grubauer von den Seattle Kraken, der insgesamt 21 Saves verbuchen konnte, die Partie lange offen halten. Das 1:0 für Finnland in der 9. Minute hatte lange Bestand. Auch dank eines grandiosen Saves von Verteidiger Moritz Seider von den Detroit Red Wings, der zu Beginn des zweiten Drittel den Puck akrobatisch von der Linie kratzte und damit dem bereits geschlagenen Grubauer aushalf. Das 2:0 fiel erst im dritten Drittel in der 44. Minute und wurde durch Stefan Loibl in der 49. Minute verkürzt. Die Entscheidung brachte das 3:1 in der 56. Minute.
Deutschland hat sich gut verkauft, muss allerdings in der Offensive aktiver werden, denn nur 17 Torschüsse trotz zehn Minuten Überzahl waren eindeutig zu wenig. „Wir wollten gut in das Turnier starten, das ist uns heute gelungen“, resümierte Bundestrainer Harold Kreis. „Die Mannschaft hat engagiert gespielt und war läuferisch stark. Wir wussten, dass wir physisch spielen mussten, so haben wir auch schnell zu unserem Spiel gefunden. Die Finnen haben zweimal im Powerplay getroffen. Wir hatten es unheimlich schwer, unser Powerplay aufzuziehen. Wir werden diese Erfahrung für unsere Analyse nutzen. Insgesamt haben wir aber eine starke Mannschaftsleistung gesehen und Philipp Grubauer hat uns im Spiel gehalten. Heute haben die Special Teams den Unterschied gemacht."
Comeback von Barkov nach fast einem Jahr
Das erste offizielle Spiel von Aleksander Barkov seit dem Stanley Cup Sieg 2025 mit den Florida Panthers war ein zentrales Thema. Der finnische Kapitän verbuchte gegen Deutschland eine Vorlage, nachdem er die gesamte NHL-Saison wegen einer Knieoperation verpasst hatte.
Der zweifache Stanley Cup Sieger und dreifacher Gewinner der Selke Trophy als der beste defensive Stürmer einer Saison, spielte in der ersten Reihe von Trainer Antti Pennanen zusammen mit dem Stürmer der Chicago Blackhawks Teuvo Teravainen und dem in der Schweiz bei Servette Genf spielenden Flügelstürmer Sakari Manninen.
Finnland hat vier Weltmeisterschaftsspiele in Folge gegen Deutschland gewonnen und bleibt damit in den 2020er Jahren ungeschlagen. Beim letzten Aufeinandertreffen im Jahr 2023 setzte sich Finnland in Tampere dank eines Treffers von Mikko Lehtonen im dritten Drittel mit 4:3 durch.
Deutschlands beste Leistung gegen Finnland in jüngster Zeit war im Jahr 2021, als sie sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinale mit 1:2 gegen den späteren Silbermedaillengewinner verloren. Seider wurde in jenem Jahr zum besten Verteidiger und zum All-Star des Turniers gewählt.
Schweiz gelingt zum Auftakt Revanche für letztjährige Finalniederlage
Die Gastgeber legten in Zürich einen großartigen Start hin. Die Schweiz besiegte die USA in der Neuauflage des WM-Finales 2025 mit 3:1 und nahm so erfolgreich Revanche für die 0:1-Niederlage im Vorjahr.
Pius Suter von den St. Louis Blues und Sven Andrighetto erzielten jeweils ein Tor und lieferten sich gegenseitig Vorlagen, während Leonardo Genoni für die Schweiz 16 Paraden zeigte. Alex Steeves erzielte den einzigen Treffer für die USA.
Die ersten Spielminuten versprachen ein unterhaltsames Spiel, insbesondere als Suter die Gastgeber bereits nach 2:05 Minuten im ersten Drittel mit 1:0 in Führung brachte. Er verwandelte einen Abpraller von Andrighetto mit einem Rückhandschuss aus dem Gedränge vor dem US-Tor.
Weniger als zehn Minuten später schlug dasselbe Duo erneut zu, als Suter den über den linken Flügel stürmenden Andrighetto fand. Der frühere NHL-Profi überwand Joseph Woll mit einem Schuss aus dem linken Kreis, der seinen Weg durch die Beine des US-Torhüters fand und nach 11:19 Minuten zum 2:0 führte.
Die Amerikaner kämpften sich mit zunehmender Spielzeit zurück und erhöhten ihren Druck im zweiten Drittel. Genoni zeigte mehrere hervorragende Paraden. Der Schwung der Titelverteidiger hielt auch im dritten Drittel an und wurde schließlich mit dem Anschluss belohnt. Steeves versenkte seinen eigenen Abpraller unter die Latte und verkürzte den Rückstand nach 8:45 Minuten des dritten Drittels auf 1:2. Die Schweiz sicherte sich jedoch 3:39 Minuten vor Schluss ab, als Ken Jager einen Schuss von Simon Knak von der Blauen Linie durch Wolls Beine ins Tor ablenkte.