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      Es sind Spiele wie dieses, die den Sport zu etwas ganz Besonderem machen können. Beim 4:0-Erfolg seiner Minnesota Wild gegen die Montreal Canadiens wurde Marc-Andre Fleury zum gefeierten Helden. Nicht nur, dass der Gästetorwart nach 19 Paraden im Bell Centre seinen insgesamt 76. NHL-Shutout feiern durfte, es war zugleich auch sein vermutlich letzter Auftritt in der NHL in seiner Heimatprovinz. Dementsprechend wurde er auch von den Fans der Canadiens schon während der Partie gefeiert. Momente, die für Gänsehaut sorgten – und das nicht nur im weiten Rund.

      Ein ganz besonderer Abend in Montreal

      Fleurys Shutout war sein erster seit dem 14. März des Vorjahres und kam zu einem perfekten Zeitpunkt. Ein weiteres Spiel in Montreal könnte es für den Goalie, der seine letzte NHL-Saison spielt, nur geben, wenn sich beide Teams im Stanley Cup Finale erneut begegnen – was jedoch unwahrscheinlich erscheint. Der 40-Jährige wuchs als Fan der Canadiens in Sorel, Quebec, auf, das etwa eine Autostunde von Montreal entfernt liegt. Er wurde mit langen Standing Ovations und Sprechchören wie „Fleury! Fleury! Fleury!“ gefeiert, als er während einer TV-Auszeit im dritten Drittel auf der Videoanzeigetafel für eine „legendäre Karriere“ beglückwünscht wurde.

      Fleury beendet den Abend freudestrahlend

      „Ich war vor diesem Spiel etwas gestresst, da es mein letztes hier zu Hause in Quebec vor meiner Familie und meinen Freunden war“, erklärte ein sichtlich gerührter Fleury hinterher. „Ich bin froh, dass alles gut gelaufen ist. Ich hatte nur gehofft, keine sechs zuzulassen", scherzte er nach dem Sieg gut gelaunt.

      Fleury hat eine Bilanz von 28-13-8 gegen die Canadiens und 13-6-5 in Montreal. Er hat drei Shutouts in Montreal erzielt, zuletzt für die Chicago Blackhawks, als er am 9. Dezember 2021 seinen 500. Sieg feierte. Er ist außerdem der vierte Torwart eines Gastteams, der mindestens drei Shutouts im Bell Centre verbuchen konnte, und reiht sich damit in die Riege von Martin Brodeur (fünf), Cam Talbot (vier) und Roberto Luongo (drei) ein.

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          MIN@MTL: Fleury gelingt sein 76. NHL-Shutout

          Auch Rossi trifft für die Wild

          Neben dem gefeierten Fleury zeigten auch andere Spieler der Wild starke Leistungen. Marco Rossi erzielte ein Tor und steuerte eine Vorlage bei, Liam Ohgren, Devin Shore und Frederick Gaudreau trafen ebenfalls für Minnesota. Für die Wild war es der dritte Sieg in Folge. Die Gesamtbilanz des Teams verbesserte sich durch diesen Erfolg auf 31-17-4. Insbesondere in der Fremde präsentiert sich das Team stark: Auswärts stehen die Wild bei einer Bilanz von 20-5-3. Kein anderes Team der Liga ist auf fremdem Eis so erfolgreich.

          „Die Jungs hätten Schüsse mit dem Gesicht geblockt, wenn es nötig gewesen wäre, ehrlich. So haben alle das Spiel heute Abend empfunden“, erklärte Gaudreau. „Jedes Spiel ist wichtig und in dieser Liga kann man sich nie einen Abend frei nehmen, aber dieses hatte eine ganz besondere Note und das konnte man spüren. Alle waren voll konzentriert und bereit zu spielen.“

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              MIN@MTL: Rossi markiert das 2:0 im zweiten Drittel

              St. Louis beklagt mangelnde Energie

              Goalie Jakub Dobes kassierte in seinem siebten Start für die Canadiens (24-22-5) seine erste Niederlage nach regulärer Spielzeit (5-1-1). Er kam am Ende des Tages auf 23 Rettungstaten. „Es war kein Spiel, in dem beide Seiten viele Torchancen hatten“, gab Canadiens-Trainer Martin St. Louis zu Protokoll. „Ich hatte das Gefühl, dass wir heute Abend nicht genug Saft hatten. Es ging nicht um den Einsatz, aber es fühlte sich an, als ob uns die Kraft fehlte. Sie sind ein Team, das defensiv gut spielt und einem nicht viele Möglichkeiten bietet, aber wir haben ihnen auch nicht viele gegeben.“

              Nach der ersten Pause nahm das Schicksal seinen Lauf

              Das erste Drittel überstanden die Hausherren noch schadlos. Doch danach nahm das Schicksal seinen Lauf. Ohgren brachte Minnesota in der 24. Minute mit 1:0 in Führung. Dobes hatte seinen Schläger verloren, bevor Ohgren mit einem Handgelenksschuss am Blocker des Torwarts vorbei im 15. Saisoneinsatz sein erstes Tor erzielte.

              Nur zwei Minuten später gelang Rossi das 2:0 (26.) für die Wild. Völlig unbedrängt nahm er einen Pass von Marcus Foligno bei einem 2-gegen-1-Konter an und traf mit einem Handgelenksschuss von der linken Seite. Mit diesem Zwischenstand ging es in die zweite Pause.

              Respekt vor Fleury auch beim Gegner

              Shore traf in der 46. Minute zum vorentscheidenden 3:0, indem er mit einem Handgelenksschuss aus dem Slot erfolgreich war, nachdem er Alex Newhook den Puck abgenommen hatte. „Ich wünschte, wir wären heute Abend auf der anderen Seite“, sagte Montreals Josh Anderson. „Aber natürlich hat man großen Respekt vor einem Torwart wie diesem, der für viele Kinder da draußen eine Inspiration ist, insbesondere für die Montrealer, und der einen Stanley Cup gewonnen und eine wirklich großartige Karriere hingelegt hat. Er hat heute Abend eine Show hingelegt, das ist sicher.“

              Gaudreau erzielte 1:27 Minuten vor Schluss noch das Tor zum Endstand in den zu diesem Zeitpunkt bereits verwaisten Kasten der Canadiens. Dobes hob den Spielpuck auf und gab ihn dem Wild-Kapitän Jared Spurgeon. „Er lag direkt vor mir und ich denke, dass jemand anderes das wahrscheinlich für mich getan hätte“, sagte Dobes. „Ich fühle mich wirklich geehrt, diesen Moment mit ihm zu teilen, und freue mich sehr für ihn“, ergänzte er noch.

              Die Canadiens warteten anschließend auf dem Eis, um Fleury die Hand zu schütteln, und er wurde von Montreals Coach St. Louis beglückwünscht, nachdem der Torwart den Sieg mit seinen Teamkollegen vor seinem Netz gefeiert hatte. „Ich war überrascht, aber es war sehr nett und hat mich sehr demütig gestimmt, dass sie draußen geblieben sind“, gab ein sichtlich bewegter Fleury nach diesem besonderen Abend in der Heimat zu Protokoll.

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