Macklin Celebrini & Sidney Crosby 3

Kanada, Finnland, Schweiz und Norwegen haben sich am Donnerstag für das Halbfinale der IIHF Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert.

Kanada gewann mit 4:0 gegen die USA. Das Spiel in der Swiss Life Arena von Zürich war allerdings ausgeglichener als das Ergebnis vermuten lässt. Selbiges lässt sich von der Partie zwischen Finnland und Tschechien behaupten. Die Finnen gewannen aufgrund ihrer höheren Effektivität mit 4:1.

In den späteren Spielen siegte die Schweiz mit 4:1 gegen Schweden. Norwegen setzte sich mit 2:0 gegen Lettland durch. Im Halbfinale am Samstag trifft Kanada auf Finnland und die Schweiz auf Norwegen.

Kanada – USA 4:0

Den USA wurden im ersten Spielabschnitt die Strafen zum Verhängnis. Ryan Lindgren kassierte in der 7. Minute eine große Strafe, weil er Evan Bouchard am Kopf traf. Die Kanadier konnten die fünfminütige Überzahl zwar nicht nutzen. Doch in der 18. Minute musste Max Sasson die nächste Strafe hinnehmen. Diesmal erwies sich das Powerplay von Kanada als effektiv: Macklin Celebrini legte sich den Puck an der blauen Linie zurecht, skatete nach vorne und knallte die Scheibe zum 1:0 ins Netz.

Die US-Amerikaner agierten im zweiten Drittel zwar dominanter, kassierten aber dennoch in der 30. Minute das 0:2. Dylan Holloway leitete auf der rechten Seite den Angriff selbst ein und traf nach einem ersten abgewehrten Abschluss per Nachschuss. Das US-Team setzte die Offensivbemühungen fort, hatte mehrere gute Chancen, doch der kanadische Goalie Jet Greaves war kaum zu überwinden. Mit 2:0 für Kanada ging es in die Drittelpause.

Im Schlussdrittel ein unverändertes Bild: Das US-Team war die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich dafür zu belohnen. Als die USA ihren Torwart aus dem Spiel nahmen, nutzte der Kanadier Connor Brown diese Gelegenheit zum 3:0. Für den Endstand von 4:0 sorgte kurz darauf Sidney Crosby, der ebenfalls in das leere Tor traf.

Crosby lobte nach Spielende Torwart Greaves: „Er hat großartige Saves gemacht, um uns im Spiel zu halten.“ Nun blickt er dem Halbfinale zuversichtlich entgegen: „Wir müssen einfach in jedem Spiel besser werden. Ich denke, heute hatten wir bereits ein gutes Spiel, besser als zuvor.“

Finnland – Tschechien 4:1

Tschechien erwischte eigentlich den besseren Start in diese Partie und hatte in den ersten Minuten mehrere Chancen. Doch Finnland war effektiver. In der 8. Minute konnte Jesse Puljujärvi den Puck erobern und zu Sakari Manninen vorlegen. Dieser traf aus der halblinken Position durch die Beine des Goalies.

Tschechien schien von dem Gegentreffer geschockt zu sein. In der 15. Minute folgte der nächste Treffer für Finnland: Lenni Hämeenaho schoss auf das Tor, Anton Lundell traf per Nachschuss zum 2:0. Auch nach der ersten Drittelpause setzte sich die Effektivität von Finnland durch. Per Konter gelangte der Puck über Aleksander Barkov zu Konsta Helenius, der in der 22. Minute zum 3:0 traf.

Tschechien gelang der Anschlusstreffer in doppelter Unterzahl zum 1:3 durch Filip Hronek in der 31. Minute. Doch Lenni Hämeenaho sorgte wieder für klare Verhältnisse, indem er vier Minuten vor Spielende zum 4:1 traf.

Schweiz – Schweden 3:1

In der Swiss Life Arena von Zürich herrschte Gänsehaut-Stimmung pur, als die letzten Minuten des Spiels liefen. Die 10.000 Zuschauer, darunter auch die Tennis-Legende Roger Federer, hatten sich von ihrem Platz erhoben und sangen, während die Spieler auf dem Eis den Sieg verteidigten.

Dabei musste die Schweiz früh im Spiel einen Rückschlag hinnehmen, da Linus Karlsson die Schweden in der 7. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Es war das erste Mal in diesem Turnier, dass die Schweiz hinten lag. Dann kam es noch schlimmer: Dean Kukan kassierte eine fünfminütige Strafe und einen Spielverweis wegen Cross-Checkings ins Gesicht von Ivar Stenberg. Schweden brachte den Puck noch ein weiteres Mal im Netz unter, doch der Treffer wurde aberkannt, weil die Scheibe mit dem Schlittschuh ins Tor befördert wurde.

Die Schweiz fand schnell zurück in die Partie. Roman Josi glich in der 14. Minute aus, indem er den Puck aus der Distanz ins Tor knallte. In der 33. Minute sorgte Denis Malgin für den Führungstreffer zum 2:1. Nur vier Minuten später der nächste Treffer: Josi leitete den Angriff ein, Nico Hischier spielte den Puck auf Calvin Thürkauf, der zum 3:1 traf. Das dritte Drittel blieb torlos, weil die Schweiz gut verteidigte.

Norwegen – Lettland 2:0

Norwegen hat sich in einer torarmen Partie durchgesetzt und steht im Halbfinale. Erst in der 28. Minute fiel das erste Tor dieser Partie. Der Norweger Michael Brandsegg-Nygård wollte aus dem Bullykreis einen Torschuss abgeben, der allerdings geblockt wurde. Der Puck landete direkt bei Tinus Luc Koblar, der den Puck im Tor unterbrachte. Der Treffer fiel wie aus dem Nichts, weil Lettland bis dahin im zweiten Spielabschnitt die bessere Mannschaft war.

Im weiteren Verlauf des Mitteldrittels hatten beide Mannschaften jeweils zwei Powerplays, die allerdings nicht genutzt wurden. Lettland erhöhte im Schlussdrittel noch einmal den Druck, doch in der letzten Minute sorgte der Norweger Noah Steen mit einem Treffer ins leere Tor für den Endstand von 2:0.

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