Ausgerechnet Sidney Crosby. Dieser Gedanke schoss Marc-Andre Fleury nach der 1:3-Niederlage der Minnesota Wild am Sonntag im Xcel Energy Center gegen die Pittsburgh Penguins durch den Kopf. Denn der Kapitän des Gegners war es, der die Niederlage des Torhüters der Wild im vermutlich letzten Duell gegen die Penguins mit dem Game Winner zum 2:0 besiegelte.
Die zwei verbindet eine lange Freundschaft. 2009, 2016 und 2017 gewannen sie zusammen mit Pittsburgh den Stanley Cup, wodurch beide Legendenstatus erreichten. Während Crosby den Penguins treu blieb, wechselte Fleury im Anschluss an den letzten Triumph zu den Vegas Golden Knights. Nach einem Intermezzo bei den Chicago Blackhawks zog er weiter nach St. Paul, wo er nach dieser Saison die Torwartkelle an den Nagel hängen wird.
13 Spielzeiten stand Fleury in Pittsburgh zwischen den Pfosten. Noch immer hält er in der Franchise-Geschichte die Torwartrekorde für die meisten Siege (375) und Shutouts (44). Darüber hinaus hat er nach wie vor den besten Gegentorschnitt (2,58) zu verzeichnen.
„Ich befürchte, dass ich mir das noch lange anhören muss“, sagte Fleury über den Umstand, dass Crosby ihm beim letzten Aufeinandertreffen das Siegtor einschenkte. „Er redet ja immer noch über das Tor, das er einmal bei den Junioren gegen mich geschossen hat. Das ist genauso so ein Glückstreffer gewesen wie der heute. Am meisten ärgert mich aber die Niederlage an sich.“
In der fraglichen Situation hatte Fleury zunächst einen Schuss von Erik Karlsson pariert. Die Scheibe sprang zu Crosby, der sie aus dem linken Bullykreis mit einer Bogenlampe über die Schulter des Goalies ins Netz beförderte. „Es macht Spaß gegen ihn zu spielen. Er hat vermutlich mehr Schüsse von mir gehalten, als ich Tore gegen ihn gemacht habe. Dieser kleine Wettstreit zwischen uns gehört einfach dazu. Es hat mich sehr gefreut, dass wir so lange Teamkollegen gewesen sind“, sagte der Mannschaftsführer der Penguins.

















