Höhepunkte auf Deutsch: NSH 5, EDM 2

Während für die Nashville Predators mit einem 5:2-Erfolg bei den Edmonton Oilers ein wahrer Albtraum endete, befinden sich die Gastgeber noch mitten in ihrem. Beim NHL Saturday, der live bei Sky Sport (in Deutschland und Österreich) und MySports (Schweiz) zu sehen war, gelang es den Predators nach langer Durststrecke erstmals wieder die Oilers nach regulärer Spielzeit zu besiegen. "Ich liebe es, wenn wir fünf Tore erzielen können und gegen eine solch hochkarätige Angriffsformation auf der anderen Seite nur zwei Gegentreffer kassieren", freute sich Predators-Coach Andrew Brunnette nach der Schlusssirene.

Ein richtungsweisendes Spiel

Für beide Mannschaften sollte das Match am Samstag ein Fingerzeig werden, wie sich die Saison im weiteren Verlauf entwickeln würde. Für Edmonton, einen vor Saisonstart hochgehandelten Favoriten auf den Gewinn des Stanley Cup, ging es um eine Verbesserung der enttäuschenden 2-6-1-Bilanz und um ein gutes Gefühl für die anstehenden Auswärtsaufgaben.

Die Predators starteten etwas besser in die Saison, standen mit einer 4-6-0-Ausbeute aber auch am Scheideweg in der Central Division. Der Erfolg gegen die Oilers, den Angstgegner, könnte das Momentum auf die richtige Seite wechseln lassen.

Für die Nashville war es der erste Sieg nach 60 Minuten gegen Edmonton seit dem 25. Februar 2019. Lediglich zweimal, in den zehn direkten Duellen seit diesem Tag, konnten die Predators punkten. Einmal unterlagen sie in der Verlängerung und einmal konnten sie in der zusätzlichen Spielzeit selbst einnetzen.

Draisaitl und McDavid abgemeldet

Der Schlüssel für die Predators lag in der Kontrolle des herausragenden Duos um Leon Draisaitl und Connor McDavid. Besonders der Deutsche hatte in den vergangenen zwölf Duellen mit Nashville klar gezeigt, dass das Team aus der Musik-Metropole zu seinen absoluten Lieblingskontrahenten gehört. Er kam in diesen Begegnungen auf 34 Punkte (22 Tore, 12 Vorlagen) und war somit einer der größten Faktoren für die Oilers-Erfolge.

mcdavis 11-4

McDavid konnte im selben Zeitraum elfmal gegen Nashville auflaufen und 28 Punkte (7 / 21) sammeln. Am Samstag kam lediglich ein Assist für McDavid hinzu. Draisaitl blieb komplett ohne Punkt.

Zu Beginn schickte Trainer Jay Woodcroft die beiden Superstars noch gemeinsam aufs Eis. Im Normalfall ist das Zusammenspiel von Draisaitl und McDavid eine Garantie für Torchancen der Oilers. Nashville hatte sich defensiv jedoch gut eingestellt und kontrollierte die Formation über weite Strecken. Einzig die zwei Strafen, die nach Fouls an McDavid und Draisaitl ausgesprochen wurden, sorgten für die beiden Gegentreffer in Unterzahl.

Woodcroft reagierte und trennte Draisaitl und McDavid, um mit einem tieferen Lineup mehr Druck auf Nashville ausüben zu können. Die Gefahr der neu formierten Reihen hielt sich dennoch in Grenzen. Nach dem Match wollte er die Schuld jedoch nicht an den beiden festmachen. „Sie haben uns über einen langen Zeitraum geführt und für sie gilt nichts anderes als für den Rest der Mannschaft. Wir liefern als Team nicht unsere Leistung ab. Wir haben unsere internen Erwartungen nicht erfüllt.“

Mit der erneut torlosen Vorstellung der beiden Top-Stürmer der Oilers setzte sich der Albtraum weiter fort. Beide konnten zuletzt am 17. Oktober treffen. Während McDavid seitdem fünfmal ohne Tor blieb, waren es bei Draisaitl sieben Matches.

O’Reilly und Forsberg im Rausch

So herausragend die Defensive der Predators im Ausschalten von Draisaitl und McDavid war und so grandios Kevin Lankinen 33 von 35 Torschüssen parierte, so wichtig waren auch die offensiven Akzente der beiden Top-Stürmer im Predators-Dress.

Ryan O’Reilly netzte dreimal ein und feierte seinen vierten Karriere-Hattrick. Zusätzlich legte der Angreifer einen weiteren Treffer auf. Filip Forsberg konnte nur 25 Sekunden nach dem Führungstreffer der Oilers den Ausgleich besorgen und assistierte in der Folge bei zwei weiteren Treffern.

NSH@EDM: Forsberg gleicht mit Wraparound aus

Besonders kurios wurde es für O’Reilly im Wechsel, in dem er seinen Hattrick komplettierte. Er netzte bereits zwölf Sekunden vor dem zuerst anerkannten Tor ein, doch die Partie lief weiter. Die nächste Unterbrechung folgte nach einem weiteren O’Reilly-Treffer, doch nach dem Videobeweis wurde das zuerst erzielte Tor gewertet. Die zwei Treffer, die O’Reilley scherzhaft gerne gehabt hätte gab es nicht, verschmerzbar mit dem Erfolg und dem Dreierpack im Rücken.

Der Ausblick auf endende Albträume

Nach dem NHL Saturday geht es für die Oilers auf einen Drei-Spiele-Roadtrip. Am Montag warten die herausragend aufgelegten Vancouver Canucks, ehe es am Donnerstag gegen die San Jose Sharks eher nach Punkten riecht als am Samstag bei den Seattle Kraken. Sollten die Oilers ihren Saisonstart auch nur etwas aufpolieren wollen, so stehen sie in allen drei Matches in der Pflicht. Ohne Erfolgserlebnisse für Draisaitl und McDavid sieht es jedoch nicht rosig aus, doch jeder Albtraum endet irgendwann.

Auf der anderen Seite stehen für Nashville noch zwei Auswärtsmatches auf dem Plan. Gegen Calgary (Dienstag) und Winnipeg (Donnerstag) soll die Tour durch Kanada mit weiteren Punkten versüßt werden, ehe am Samstag die Arizona Coyotes in Nashville gastieren. Wenn der Fingerzeig für Nashville weiter nach oben gehen soll, dann müssen erneut Top-Leistungen abgeliefert werden, andernfalls könnte der nächste schlechte Traum folgen.

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