Nach vier Minuten gingen die Red Wings durch einen Treffer von Michael Rasmussen in Führung, ehe Michael Pezzetta ausglich. Im zweiten Spielabschnitt waren die Special Teams zunächst die entscheidenden Faktoren. Jonatan Berggren brachte die Red Wings in der 24. Minute im Powerplay erneut in Führung, ehe Rafael Harvey-Pinard in der 27. Minute in Unterzahl der abermalige Ausgleich gelang. Oskar Sundqvist sorgte in der 34. Minute für die dritte Führung der Red Wings. Fünf Minuten später glich Harvey-Pinard allerdings erneut aus. Als 2:26 Minuten in der Overtime gespielt waren, gelang Fabbri nach der Vorarbeit von Seider der Game-Winner.
Überhaupt verkörpert Seider derzeit Weltklasse-Niveau. Dies war bereits sein drittes NHL-Spiel mit drei Scorer-Punkten. Keinem anderen Spieler in der Geschichte der Red Wings gelang dies im Alter von 21 Jahren oder jünger. All diese drei Einsätze ereigneten sich in dieser Spielzeit, zwei davon sogar innerhalb der letzten neun Spiele. Am 10. Januar, als die Red Wings mit 7:5 gegen die Winnipeg Jets gewannen, verbuchte Seider sogar vier Assists. Nachdem er in den ersten 35 Spielen der Saison "nur" zwölf Punkte (2-10-12) erzielt hatte, mag die Frage aufgekommen sein, ob der Calder-Trophy-Gewinner der vergangenen Saison nach seinen 50 Punkten aus dem letzten Jahr an Effektivität verloren hat.
Tatsächlich aber scheint das Gegenteil der Fall zu sein, denn Seider ist im Kalenderjahr 2023 kaum zu stoppen. In den zwölf Spielen dieses Jahres gelangen ihm zwölf Scorer-Punkte (1-11-12). Innerhalb dieses Zeitraums ist Seider sogar der Top-Scorer der Red Wings. In der gesamten NHL gibt es neben ihm lediglich sechs weitere Verteidiger, die im Alter von maximal 21 Jahren drei oder mehr Drei-Assist-Spiele verbuchten. Die anderen waren Quinn Hughes (6 Spiele), Erik Karlsson (5), Drew Doughty (4), Rasmus Ristolainen (3), Tyler Myers (3) und Eric Johnson (3).