Lane Hutson von den Montreal Canadiens war am Montag gefühlt der einsamste Mensch der Welt. Sein Puckverlust in Spiel 3 gegen die Carolina Hurricanes wurde mit dem Overtime-Siegtreffer zum 2:3 von Andrei Svechnikov bestraft. Dabei hatte Hutson selber noch das 2:2 erzielt.
„Ich habe versucht, ein spielerisches Element einzubauen und den Puck in den eigenen Reihen zu halten“, sagte er später über sein Missgeschick. „Ich sah ‚Suzy‘ (Nick Suzuki, Anm. d. Red.) und wollte ihm den Puck nicht einfach im Stand zuspielen – mit dem Risiko, dass der Gegner ihn abfälscht und sofort wieder einen freien Spielaufbau bekommt. Also habe ich versucht, eine spielerische Lösung zu finden. Es ist Mist, weil der Puck am Ende tatsächlich im Tor gelandet ist.“
Es tat ihm vor allem für Jakub Dobes leid, der bis dahin mit 36 Saves ein überragendes Spiel gemacht hatte: „Er kämpft so hart, es ist echt mies, dass ich es für ihn vermasselt habe. Aber so ist es nun mal.“
Ein Superstar unter den Verteidigern
Eine gute Mannschaft zeichnet sich dadurch aus, auch in schwierigen Situationen zusammenzustehen. Umso wichtiger, dass die Mannschaftskameraden dem Unglücksraben den Rücken stärken. „Hier weiß jeder, dass er ein Superstar unter den Verteidigern ist. Fehler passieren im Spiel nun mal, aber er ist ein Typ, der offensichtlich extrem streng mit sich selbst ins Gericht geht und einen unbändigen Ehrgeiz besitzt. Gleichzeitig hat er uns in diesem Jahr schon unzählige Spiele gewonnen“, sagt der Center Joe Veleno.
„Natürlich passiert so ein Fehler, das ist zweifellos unglücklich. Wir haken das jetzt ab, und er wird daraus lernen. Aber er ist definitiv ein entscheidender Faktor, wahrscheinlich sogar einer der besten Verteidiger überhaupt, weil er einfach alles kann. Ich halte ihn für einen Elite-Verteidiger, was die Defensive angeht, und seine offensiven Fähigkeiten sind ohnehin unübertroffen.
Veleno stellt klar: „Er ist streng zu sich selbst. Das ist gut so, das macht seinen Charakter aus. Aber wir werden uns schützend vor ihn stellen. Wir werden ihm helfen und natürlich für ihn da sein. Wir respektieren ihn, sowohl als Spieler als auch als Mensch.“





















