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Die Colorado Avalanche stehen im Western Conference Finale 2026 vor einer „Mission Impossible“: In der Best-of-7-Serie liegt das Team aus Denver mit 0:3 zurück und droht, von den Vegas Golden Knights gesweept zu werden. Zu allem Überfluss verletzte sich in Spiel 3 auch noch Nummer-1-Center Nathan MacKinnon, was die Mammutaufgabe noch schwieriger macht.

MacKinnon zog sich die Verletzung bei 12:15 im zweiten Drittel zu, als er einen Schuss von Vegas-Verteidiger Shea Theodore an die Innenseite des rechten Knies bekam. Er sackte auf dem Eis zusammen, schaffte es aber noch, den Puck zu klären, um daraufhin erneut zu Boden zu gehen und es am Ende bis zur Spielerbank zu schaffen. Er absolvierte daraufhin zwei weitere Wechsel, ehe er für weitere Behandlungen in der Kabine verschwand. Zu Beginn des dritten Drittels war er zunächst nicht auf der Bank, kehrte aber für vier weitere Wechsel zurück. Der 30-jährige Kanadier war dabei klar ersichtlich nicht bei 100 Prozent.

„Es gibt Maßnahmen, die die Betreuer und Nate ergreifen können, um zu versuchen, das Gefühl zu verbessern, ihn zu lockern und ihn vielleicht so weit zu bringen, dass er unbeschwert spielen kann“, erklärt Avalanche-Trainer Jared Bednar. „Es ist nur eine Frage davon, wie schnell wir ihn dahin bringen können und er sich selbst dahin bringen kann. Er hat offensichtlich starke Schmerzen. Das zeigt einfach seinen Charakter, seine Führungsqualitäten und seinen Siegeswillen.“

„Du musst ihn wahrscheinlich umbringen, um ihn vom Eis zu bekommen“, so Avalanche-Torwart Scott Wedgewood. „Das ist einfach, wie er ist, das ist sein Kampfgeist. Er beweist das offensichtlich jedes Mal, wenn er auf dem Eis ist. Er will mehr gewinnen als jeder andere. Das ist ein weiteres Beispiel dafür.“

„Wenn man sieht, wie er zu Boden geht, hält man natürlich den Atem an, weiß aber auch, dass er ein Kämpfer ist und es viel braucht, um ihn aus dem Spiel zu nehmen“, bestätigt Center Brock Nelson. „Er tut alles, was nötig ist, was auch immer von ihm verlangt wird.“

„Natürlich ist es hart, wenn man so einen Spieler verliert“, sagt Flügelstürmer Martin Necas. „Mal sehen, ob er wieder fit wird oder nicht, aber wie auch immer: Wir werden unser Bestes geben. Einen solchen Spieler zu verlieren, ist ein schwerer Schlag, ein riesiger Verlust. Aber wir können nichts daran ändern. Da muss man einfach in die Bresche springen.“

Colorado darf sich im Western Conference Finale keine weitere Niederlage erlauben und muss nun jedes der maximal vier verbleibenden Spiele gewinnen. Mit Cale Makar fiel in Spiel 1 und 2 bereits der Top-Verteidiger der Avalanche verletzt aus und ist ebenfalls nicht komplett fit. Power Forward Valeri Nichushkin zog sich ebenfalls eine Verletzung zu. Nun bangt Colorado auch noch um seinen Top-Stürmer: MacKinnon ist mannschaftsinterner Top-Torjäger und -Scorer in den Playoffs (elf Spiele, 7-8-15) und war zuvor in der regulären Saison auch jeweils Führender in Sachen Treffer, Assists und Punkte in der gesamten NHL (80 Spiele, 53-74-127).

„Ich habe keine neuen Informationen“, so Bednar. „Die beiden (MacKinnon und Nichushkin) werden behandelt und untersucht. Es könnte sein, dass wir erst morgen früh Bescheid wissen, oder erst kurz vor Spielbeginn. Wir planen also einfach für alle Eventualitäten und sehen dann weiter.“

Angesichts der sportlichen und personellen Lage bekommt der Begriff „Hockey im Mute der Verzweiflung“ bei Colorado eine ganz neue Bedeutung.

„Tiefer kann es nicht mehr gehen“, sagt Avalanche-Trainer Jared Bednar. „Im Moment sind alle ziemlich niedergeschlagen, und genau dafür sind die nächsten 36 Stunden da, um unser Team wieder auf Kurs zu bringen und sicherzustellen, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Es scheint auch eine schwere Hürde zu sein, die wir nehmen müssen, vor allem gegen ein starkes Team wie Vegas. Man muss es einfach Schritt für Schritt angehen. Wenn sie Druck machen, müssen wir zurückschlagen.“